In politischen Debatten wird häufig über Bund, Kantone und internationale Institutionen gesprochen. Seltener über jene Ebene, auf welcher die meisten Menschen Politik tatsächlich erleben: das Quartier.
Dort werden Wohnqualität, Verkehr, öffentlicher Raum, Schulen, Grünräume und Nachbarschaften unmittelbar erfahrbar. Dort entscheiden sich viele Fragen, welche die Lebensqualität einer Stadt prägen.
Eine lebendige Demokratie besteht nicht nur aus Wahlen und Abstimmungen. Sie lebt auch davon, dass Menschen bei den sie betreffenden Entscheidungen gehört werden und Verantwortung in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld übernehmen können.
Im Fokus steht auch eine Rückbesinnung der städtischen Exekutive, welche überproportional zur Bevölkerungsentwicklung wächst, auf die gelebten Realitäten in den Quartieren.
Die Initiative wurde in Form eines vollständig ausgearbeiteten Änderungsvorschlags der Gemeindeordnung eingereicht. Gegenstand der weiteren Beratungen bildet damit ein konkreter und ausformulierter Normtext.
Die Initiative verlangt weder neue Behörden noch eine neue politische Ebene. Sie will die Quartiere als gewachsene Lebens- und Identifikationsräume anerkennen und den Einbezug der Quartierbevölkerung bei besonders betroffenen Vorhaben stärken.
